Patienteninformationen



DARMSPIEGELUNG

Darmspiegelung warum?

Darmkrebs ist die häufigste Todesursache durch Krebserkrankung (nimmt man die Häufigkeit bei Frauen und Männern zusammen, geschlechtsgetrennt steht Darmkrebs bei Frauen nach Brustkrebs an 2. Stelle und bei Männern nach Prostatakrebs ebenfalls an 2. Stelle).  Im Frühstadium ist Darmkrebs zu fast 100% heilbar. Das Zeitfenster vom gutartigen Adenom zum Karzinom beträgt acht bis zehn Jahre (Ausnahme sind seltene schnell wachsende Krebsarten die meist im rechtsliegenden Darn auftreten). Zu 74% tritt Darmkrebs spontan auf. Von 800 Personen erkrankt jedes Jahr eine an Dickdarmkrebs. Eine österreichische Studie fand heraus, dass kolorektale Karzinome ab dem 40. Labensjahr an Häufigkeit zunehmen.  Die Inzidenz verdoppelt sich dann alle zehn Jahre. Bei 40 Jährigen beträgt die Inzidenz etwa 25 Neuerkrankungen/ 100.000 Einwohnern/Jahr, bei 80-jährigen sind es etwa 400 Neuerkrankungen/Jahr. Im Laufe des Lebens ist somit jeder 17. Betroffen.
Dank des Einsatzes modernster Technologien und Standards lässt sich eine Kolonoskopie heute jedoch sanft und praktisch ohne Schmerzen durchführen. Nach Einführung der Vorsorgekolonoskopien und dem Diplom „Sanfte Colonoskopie“ wurde 2008 in Österreich durch die Gesellschaft für Gastroenterologiew und Hepatologie (ÖGGH) gemeinsam mit dem Hauptverband der Sozialversicherungen und der Österreichischen Krebshilfe das „Qualiitätszertifikat Darmkrebsvorsorge“ als Gütesiegel eingeführt. Zu den wichtigsten bahnbrechenden Entwicklungen der letzten Zeit gehört die Nutzung der HDTV-Technologie. HDTV bietet viermal mehr Pixel als der TV-Standard. In Kombination mit Narrow Band Imaging (NBI) ermöglicht dies eine bessere und sichere Erkennung des Krebses als jemals zuvor. Die 3D gesteuerte Endoskopie (Scope Guide) – das „Navi“ der Endoskopie – eine schonende strahlungsfreie Methode, die eine schnellere, schonendere Darmspiegelung ermöglicht ist ein innovatives Verfahren, das österreichweit im niedergelassenen Bereich nur 2x angeboten wird.

Vorbereitung und Durchführung

Die optimale Reinigung des Darmes ist die Voraussetzung für eine suffiziente Beurteilung und entscheidet somit das Untersuchungsergebnis.
Die Darmspiegelung erfolgt mit einem Koloskop – einem aufwendigen hochtechnischen flexiblen Gerät („Schlauch“) an deren Spitze eine Optik, Lichtquellen, und Öffnungen für Therapie -,Saug- und Spülmöglichkeit befindet.  Die Untersuchung beginnt  in Linksseitenlage, nach einer Rectalen Untersuchung mit dem Finger, durch Einführen des Endoskopes in den Darmausgang bis zum Anfang des Dickdarmes und dem letzten Stück des Dünndarmes. Die eigentliche Untersuchung geschieht beim Geräterückzug in Rückenlage, bei der die einzelnen Falten und Schleimhautoberflächen genau inspiziert werden.
Überwachung und Begleitmaßnahmen der Untersuchung:
Während der Untersuchung erolgt eine Monitorisierung – EKG-, Sauerstoffsättigung-, Atemfrequenz- und Blutdrucküberwachung. Zur Untersuchung wird eine speziell für die Darmspiegelung entwickelte Hose angeboten und der Patient ist durch eine Leinendecke geschützt.
Dokumentation der Untersuchung:   Die in der Ordination durchgeführte Darmspiegelung wird Fotodokumentiert im Befund, die gesamte Untersuchung wird digital aufgezeichnet, die Untersuchungszeiten dokumentiert (Mindestuntersuchungszeiten zählen zu den Qualitätskriterien), die Qualität der Darmreinigung nach einem vorgegebenen Scor (Ottawa Scor) angegeben.

Folgende Informationen sind vor einer Darmspiegelung wichtig

Nehmen Sie Medikamente ein die die Blutgerinnung beeinflussen?  Acetylsalicylsäurehältige Arzneimittel, Medikamente wie Macoumar, Sintrom, Asasantin,Plavix, …..
Haben sie eine künstliche Herzklappe?
Erhielten Sie eine Hüftprothese?
Eine gründliche Darmreiningung wird durch folgende Maßnahmen erreicht:
Erhöhung der Trinkmenge auf 3 Liter pro Tag  schon 2 Tage vor der Untersuchung
Nur leichte Mahlzeiten einnehmen wie gekochte Speisen – geflügel, Reis,Teigwaren, – kein Gemüse, keine Vollkornprodukte, keine Hülsen- und Schalnfrüchte, kein Kernobst, keine Milch
Einen Tag vor der Untersuchung beginnt die Darmreinigung mit einer speziellen Darmreinigung. Das ensprechende Protokoll erhalten Sie imRahmen des Vorbereitungsgespräches in der Ordination
und hängt vom Zeitpunkt der Untersuchung und dem gewählten Darmreinigungsmittel ab.

Darmspiegelung (Koloskopie)

Bei einer Darmspiegelung wird ein dünner Schlauch mit einer Videokamera an der Spitze (Endoskop) über den Enddarm und durch den gesamten Dickdarm in den Dünndarm vorgeführt. Dadurch lassen sich Erkrankungen des Darmes erkennen und Gewebsproben entnehmen oder Gewebswucherungen (Polypen) abtragen. Falls Sie es wünschen verabreichen wir Ihnen ein kurz wirksames Schlafmittel. Die Untersuchung dauert ca. 20 bis 45 Minuten.

Häufige Gründe zur Durchführung einer Darmspiegelung sind:
  • Unklare Blutarmut
  • Blutverlust aus dem Darm (sichtbar oder unsichtbar bei positivem
  • Stuhltest)
  • Bauchschmerzen unklarer Ursache
  • Verdacht auf Darmtumor
  • Verdacht auf eine entzündliche Darmerkrankung
  • Vorsorgeuntersuchung (Die Vorsorgeuntersuchung wird von der österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie ab dem 50. Lebensjahr empfohlen)
  • Familiäres Risiko auf ein Tumorleiden des Dickdarmes
Vorbereitung zur Darmspiegelung: Um eine Darmspiegelung durchzuführen muss der Darm vor der Untersuchung vollständig von Stuhl gereinigt werden. Wir bitten Sie daher eine Darmreinigung nach unseren Richtlinien durchzuführen.
Damit während der Untersuchung Gewebsproben entnommen oder Polypen entfernt werden können, müssen vorgängig zur Untersuchung die Blutgerinnungswerte bestimmt werden. Aspirin oder andere acethylsalicylsäurehaltige Medikamente müssen 7 Tage vor der Untersuchung abgesetzt werden.


Vorsorge Darmspiegelung (Scope Guide geführt)

Scope Guide

Nach Einführung des EVIS EXERA Video-Endoskopie-Systems (überragende HDTV Bildqualität) von Olympus wird ScopeGuide, ein neues System zur Lageerkennung, von Anwendern als ein weiterer wichtiger Schritt hin zur Endoskopie der Zukunft bezeichnet. Eine Reihe von kleinen elektromagnetischen Sendespulen im Koloskop selbst erzeugen ein schwaches Magnetfeld, das durch den ScopeGuide Empfänger detektiert wird und so eine  dreidimensionale Visualisierung des Kolskops zulässt.

Herausforderung Krebsprävention

Immer mehr Menschen nehmen heute die verbesserten Angebote der Krankenversicherer in Anspruch, sich durch eine Vorsorgeuntersuchung effektiv vor dem kolorektalen Karzinom zu schützen. Infolgedessen sind in vielen Endoskopieabteilungen die Anforderungen gestiegen.
Hier muss in sehr kurzer Zeit sehr viel geleistet werden. Dabei ist die Koloskopie - als derzeit anerkannt beste Vorsorgemaßnahme - ein technisch anspruchsvolles Verfahren; denn das Vorspiegeln gelingt nicht bei jedem Patienten auf Anhieb: Schlingenbildungen - vor allem im Sigma - müssen aufgelöst und das Endoskop begradigt werden. Das kann viel Zeit und Nerven kosten und ist manchmal auch schmerzhaft für den Patienten. Denn ohne Lagekontrolle kann der Untersucher die wirkliche Lage des Gerätes nur erahnen und muss häufig "experimentieren". Wie wertvoll wäre da ein System, das Abhilfe schafft - und zudem ganz ohne schädliche Röntgenstrahlen auskommt.

Neuer Ansatz - neue Technologie - neuer Nutzen

Im Gegensatz zur konventionellen Durchleuchtungs-Lageerkennung liefert das ScopeGuide-System eine großflächige, dreidimensionale Echtzeitabbildung des Koloskops während des gesamten Eingriffs. Es schafft somit optimale technische Voraussetzungen für ein sehr patientenschonendes und trotzdem zügiges Vorspiegeln und hilft zudem das Perforationsrisiko weiter zu verringern. Das System verzichtet vollkommen auf ionisierende Strahlung, ist einfach zu handhaben und für Anfänger wie auch für den erfahrenen Untersucher eine ganz neue und sehr wertvolle Informationsquelle: das ideale Hilfsmittel für die rationelle Koloskopie.

Das Koloskop der Zukunft

Bei der Einführung von EVIS-EXERA haben viele Anwender die Vorzüge der Olympus-Innoflex-Koloskope kennen und schätzen gelernt. Bei diesen Geräten kann die Versteifung nach durchgeführter Schlingenbegradigung eine erneute Schlingenbildung wirksam verhindern. Das CF-H180DI "lnnoflex plus ScopeGuide" enthält jetzt erstmals diese beiden einzigartigen OlympusTechnologien in einem Gerät. Das Koloskop der Zukunft - ein Stück weit ist es schon heute greifbar und steht für maximale Bildqualität, optimierte Ergonomie, hohen Patientenkomfort und kurze Untersuchungszeiten.

Die ScopeGuide-Technologie

Entlang des Einführungsteils des CFQ160DL/I sind mehr als ein Dutzend Miniatursender eingebaut. Jeder dieser Sender erzeugt ein äußerst schwaches elektromagnetisches Feld, das vom Antennensystem im Gerät empfangen und ausgewertet wird. Aus den jeweiligen Signal- u. Laufzeitdifferenzen der Sendefrequenzen errechnet die ScopeGuideSoftware die exakte Position jeder einzelnen Sendespule. So kann am Bildschirm eine virtuelle 3-D-Visualisierung des Endoskops in Echtzeit entstehen.

Positionsmarker statt Röntgenschürze

In bestimmten Situationen kann das Vorspiegeln durch eine zielgerichtete abdominelle Pressur erheblich "abgekürzt" und erleichtert werden. Hierzu muss jedoch die Position der Assistenzhand in Bezug auf den Einführungsteil des Endoskops genau bekannt sein. Mit dem Marker MAJ-964 (Bild rechts) ist das kein Problem. In der Handfläche der Schwester eingeklemmt, erscheint er als kleiner Punkt im ScopeGuide-Bild, ohne Röntgenstrahlen und ohne Röntgenschürze. Das garantiert optimale Bewegungsfreiheit und ermüdungsfreies Arbeiten.

Magenspiegelung (Gastroskopie)

Wozu wird eine Magenspiegelung durchgeführt?

Eine Magenspiegelung wird mit einem sogenannten Gastroskop durchgeführt, einem schlauchartigen Hi Tech-Gerät mit speziellen Videokamera  durchgeführt. Die Untersuchung zielt daraui ab, Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarms frühzeitig zu erkennen. Die Magenspiegelung ermöglicht die Untersuchung des oberen Verdauungstraktes sowie die Entnahme von Proben zur mikroskopischen Untersuchung. 


Bei welchen Beschwerden ist eine Magenspiegelung sinnvoll?

Eine Magenspiegelung ist notwendig, um die Ursachen ihrer Beschwerden wie Sodbrennen, Druckgefühl im Bauch, Schluckbeschwerden zu erkennen oder den Heilungserfolg einer bereits diagnostizierten Erkrankung zu kontrollieren, auch wenn keine sognannten Magenbeschwerden vorliegen.


Wie erfolgt die Untersuchung?

Ein schlauchartiges Gerät, ein Gastroskop wird zur Beurteilung von Mund,  Speiseröhre, Magen und  Zwölffingerdarm vorgeschoben. Um die Schleimhaut beurteilen zu können muss Luft eingeblasen werden. Durch eine Millimeter kleine Zangen können für mikroskopische Untersuchungen schmerzfrei Proben entnommen werden. Während der Untersuchung erolgt nach einer Beruhigungsspritze (optional) eine Monitorisierung, Sauerstoffsättigung-, Pulsüberwachung


Ist die Untersuchung schmerzhaft?

Lediglich beim Schlucken des Gastroskops kann ein Würgereflex auftreten, Die Untersuchung ist grundsätzlich schmerzlos. 


Bestehen Gefahren bei der Untersuchung?

Die Magenspiegelung ist eine risikoarme Untersuchung. Die Entnahme von Gewebeproben ist schmerzfrei und führt, sofern nicht eine erhöhte Blutungsgfefahr besteht oder blutgerinnungshemmende Medikamente eingenommen werden, zu keiner erhöhten Blutungsneigung. Schwerwiegende Komplikationen treten extrem selten und nur bei schwerwiegenden Erkrankungen (Karzinomen etc. ) auf.


Muss ich mich für eine Magenspiegelung vorbereiten?

Magen und Zwölffingerdarm muss frei von Speisen sein. Dies erreicht man wenn man acht Stunden,besser länger,vor allem bei Magenentleerungsstörungen, keine Nahrung zu sich genommen hat.
Alle eingenommenen Medikamente auch scheinbar unbedeutende müssen vor der Untersuchung beklannt gegeben werden.  
Folgende Informationen sind vor einer Magenspiegelung wichtig: Nehmen Sie Medikamente ein die die Blutgerinnung beeinflussen? Acetylsalicylsäurehältige Arzneimittel, Medikamente wie Macoumar, Sintrom, Asasantin, Plavix, … Haben sie eine künstliche Herzklappe?


Was muss ich nach einer Magenspiegelung beachten?

Bei jeder Untersuchung erfolgt zur Verminderung des Würgereizes eine örtliche Betäubung die auch noch nach der Untersuchung anhält. Um  keine Flüssigkeit oder Feste Nahrung in die Luftröhre zu bekommen, sollte man zwei Stunden anch der Untersuchung weder trinken noch essen. Wird vor der Untersuchung eine Beruhigungsspritze benötigt, mit  deren Hilfe die Untersuchung unter Umständen nicht bewußt miterlebt wird, so  Sie innerhalb von 24 Stunden nach der Untersuchung kein Fahrzeug lenken und keine verantwortungsvollen Aufgaben duirchführen und  sich nach der Untersuchung abholen lassen oder ein Taxi benutzen.


Ultraschall des Bauches (Sonographie des Abdomens)

Die Ultraschalluntersuchung des Bauches ist eine diagnostische Methode um Erkrankungen innerhalb des Bauchraumes erkennen zu können.
Ein Schallkopf sendet Schallwellen durch die Bauchhaut in die Bauchorgane, die wieder reflektiert werden und zurück zum Schallkopf gelangen.
Durch eine Auswertung der reflektierten Schallwellen lassen sich die Inneren Organe darstellen.
Häufige Gründe für die Durchführung einer Ultraschalluntersuchung des Bauches sind:

  • Unklare Bauchschmerzen
  • Verdacht auf eine Erkrankung der Gallenblase oder der Gallenwege
  • Verdacht auf eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse
  • Verdacht auf eine Erkrankung der Leber
  • Verdacht auf eine Erkrankung der Nieren, der Harnblase oder der Prostata
  • Verdacht auf eine Erkrankung des Darmes
  • Suche nach Lymphknotenvergrößerungen im Bauchraum
  • Verdacht auf Bauchwasser
  • Verdacht auf Erkrankungen der Bauchschlagader oder der Baucharterien



H2-Atemtest (Milchzucker- oder Fruchtzuckerunverträglichkeit)

Was kann mit dem Test bestimmt werden?

Beim gesunden Menschen entsteht im Stoffwechsel normalerweise kein Wasserstoff (H2). Der aufgenommene Zucker (z. B. Milchzucker oder Fruchtzucker) wird im Dünndarm aufgespalten und vollständig resorbiert. Liegt ein Mangel an dem dafür verantwortlichen Enzym vor, wandert dernicht aufgespaltene Zucker in den Dickdarm und wird dort von Bakterien verstoffwechselt. Dabei entsteht unter anderem Wasserstoff (H2), welcher in die Blutbahn gelangt und über die Lungen ausgeatmet wird. Dieser Wasserstoff (H2) in der Ausatmungsluft kann mit einem Gerät gemessen werden.


 

13C-Atemtest 

Was kann mit dem Test bestimmt werden?

Helicobacternachweis



Herz-Kreislauf-Untersuchungen

EKG

Beurteilung von: Rhythmus, Blockbildung, Herzinfarkt, P-Welle, ST-Strecke, T-Welle


 

Pro BNP

Niedrige Werte von BNP und NT-pro BNP bei klinischen Symptomen schließen eine Herzinsuffizienz fast völlig aus. Sie steigen mit dem Schweregrad der Herzinsuffizienz. Auch zur Verlaufskontrolle der Therapie und Therapieüberprüfung.  Durchführung: über Blutabnahme

 

Holter EKG

  • Synkope, Präsynkope oder episodischer Benommenheit unklarer Genese
  • wiederkehrenden Palpitationen unklarer Genese
  • neurologische Ereignissen, bei denen vorübergehendes Vorhofflimmern vermutet wird
  • Beurteilung des Therapieerfolges einer antiarrhythmischen Pharmakotherapie bei Patienten mit dem für die  Analyse unbedingt notwendigen Ausgangsbefund einer reproduzierbaren und häufig genug auftretenden Herzrhythmusstörung.
  • Entdeckung proarrhythmischer Effekte einer antiarrhythmischen Pharmakotherapie bei Risikopatienten
  • Beurteilung der Herzfrequenz unter antiarrhythmischer Pharmakotherapie bei Patienten mit Vorhofflimmern
  • Beurteilung der Symptome Palpitation, Synkope oder Präsynkope in Hinblick auf die Schrittmacherfunktion zwecks Ausschluß einer Impulshemmung durch Myopotentiale und einer Schrittmacher-induzierten  Tachykardie und um die optimale Programmierung fortgeschrittener Programmeigenschaften wie Frequenzanpassung und automatischer Funktionswechsel (Modusumschaltung) zu unterstützen
  • Beurteilung einer vermuteten Schrittmacherfehlfunktion, wenn die Schrittmacherkontrolle mittels Telemetrie  keine definitive Diagnose erlaubt
  • Beurteilung des Ansprechens einer adjuvanten antiarrhythmischen Pharmakotherapie bei Patienten mit ICD

 

Ergometrie, Belastungs-EKG

Die Ergometrie ist ein Herz-Kreislauf-Belastungs-Test der auf einem Fahrradergometer oder einem „Liegeergometer“ nach genau definierten Abläufen mit 2 minütiger Steigerung der Belastung erfolgt.  Während der Belastung erfolgt eine kontinuierliche EKG-Aufzeichnung, sowie laufende Blutdruckmessung, die neben der körperlichen Leistungsfähigkeit, dem  Blutdruckverhalten auch Aussagen hinsichtlich Durchblutungsstörungen des Herzmuskels und damit Aufschluß über das Vorliegen einer koronaren Herzerkrankung liefert.  Die Dauer der Untersuchung richtet sich nach dem Alter, Körpergröße und Gewicht. 

 

Event EKG

Indikationen
Im Gegensatz zum 24-Stunden-Langzeit-EKG, das auch asymptomatische Rhythmusstörungen aufzeichnet, sollte eine Untersuchung mit einem Event-Recoder nur bei symptomatischen Patienten durchgeführt werden.

gesichtert effektive Indikation
Verdacht auf eine arryhthmogen Ursache bei selten (nicht täglich) auftretenden folgenden Symptomen:
  • Palpitationen
  • kurze Schwindelattacken
  • Präsynkopen
  • Synkopen mit länger anhaltender Aura
  • kurzes Schwächegefühl
  • kurze Übelkeit

 

24 Stunden Blutdruck

gesichtert effektive Indikation

In diese Gruppe fallen die in den Richtlinien des JNC VI sowie der WHO-ISH und der BHS angegebenen Indikationen: Verdacht auf das Vorliegen einer White-Coat-Hypertonie Blutdruckvariabilität bei mehreren Visiten therapieresistente Hypertonie  Symptome verdächtig auf Hypotension unter Medikation  episodische Hypertonie  autonome Dysfunktion.

Nicht gesichtert effektive Indikation

Diagnosesicherung bei Praxis-Blutdruck > 130/85, Diskrepanz zwischen Praxis-Blutdruck und Heimblutdruck, Diskrepanz zwischen Praxis-Blutdruck und Endorganschädigungen Zuordnung von Symptomen (Angina pektoris, Dyspnoe Cephalea) zur Blutdruck-Höhe,  (hypotensive Symptome sind eine Klasse I – Indikation) Anamnese mit mehreren hypertensive Krisen,  Erfassung nächtlicher Blutdruckwerte,  Hypertonie + Gravidität,  Hypertonie + Diabetes,  Hypertonie + renale Erkrankungen Hypertonie + Schlaf-Apnoe-Syndrom

Risikostratifizierung  Tages / Nacht / 24-h-RR, zirkadianes Blutdruckprofil, Pulse-Pressure, Variabilität ?
Therapiekontrolle Wirksamkeit, Trough to peak – Ratio.  Nebenwirkun gen (Vertigo, Orthostase)



Ultraschalluntersuchung der Hirnzuführenden Gefäße (Carotisduplex)

Die Ultraschalluntersuchung der Blutgefässe (Arterien und Venen) ist eine diagnostische Methode um Erkrankungen der Blutgefäße erkennen zu können.
Ein Schallkopf sendet Schallwellen durch die Haut zu den Blutgefässen, die wieder reflektiert werden und zurück zum Schallkopf gelangen.
Durch eine Auswertung der reflektierten Schallwellen lassen sich die Blutgefässe darstellen und der Blutfluss beurteilen. Aufgrund von sichtbaren Gefässveränderungen und einem veränderten Blutstromes kann eine Gefässerkrankung festgestellt und über eine Therapie entschieden werden.

Häufige Gründe für eine Ultraschalluntersuchung der hinzuführenden Gefässe:
  • Unklarer Schwindel
  • Vorübergehende Sehschwäche
  • Zustand nach einem Hirnschlag
  • Feststellung eines Strömungsgeräusches der Halsgefässe durch den Arzt
  • Vorsorgeuntersuchung bei erhöhtem Risikoprofil für eine Gefässerkrankung


Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse

Die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse ist eine diagnostische Methode um Erkrankungen der Schilddrüse erkennen zu können.
Ein Schallkopf sendet Schallwellen durch die Haut zur Schilddrüse, die wieder reflektiert werden und zurück zum Schallkopf gelangen. Durch eine Auswertung der reflektierten Schallwellen lässt sich die Schilddrüse darstellen.

Häufige Gründe für eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse:

  • Sichtbare Vergrößerung einer Schilddrüse
  • Schmerzen im Bereich der Schilddrüse
  • Im Labor festgestellte Fehlfunktion der Schilddrüse
  • Unklare Schluckstörung